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Panzerdraisine D-37 Mit Turm D-38 ''Leningradfront 1943''

Aktualisiert: 8. März

Bausatz von UM Military Technics im Maßstab 1/72


von Manuel Sperber / März 2024





Zur Geschichte:

Im Jahre 1932 wurde in der UDSSR die Panzerdraisine D-37 mit dem Turm D-38 entwickelt. Sie wurde für den Schutz der Eisenbahngleise und ebenso für die Aufklärung benutzt. Die D-37 Draisine hatte ein geschweißtes Panzergehäuse mit einer Dicke von 6-12 mm. Im unteren teil des Gehäuses befand sich ein Motor von Ford mit etwa 40 P.S. Die Besatzung bestand in der Regel aus 6 Mann. Die Draisine konnte Vorwärts wie Rückwärts mit der gleichen Geschwindigkeit fahren. Im Turm befand sich ein 76mm Geschütz von 1927. Ebenso befand sich im turm ein Maschinengewehr. Zwei weitere befanden sich an den Seiten rechts und links des Fahrzeuges.





Der Bausatz:


Der Bausatz stammt von UM und ist nicht mehr der Jüngste. Aber der Charme dieses ungewöhnlichen Fahrzeuges hat es mir angetan. Die Bausatz war übersichtlich und es befand sich ein Bogen mit Ätzteilen dabei.



 


Der Zusammenbau:

Da es sich um einen einfachen Bausatz handelt muss man etwas Eigenarbeit reinstecken um das Modell schön in Szene setzen zu können.

Hier nahm ich Plastic Sheet zur Hand und baute die Nietstruktur nach.  Nun wurden durch einen mit Feuer bearbeiteten Guss Ast dünne Fäden gezogen und als Schweißnähte auf die Draisine aufgebracht. Jetzt wurden die Einstiegsluken, die nur rudimentär angedeutet waren, durch Plastic sheet ersetzt und neu positioniert. Danach folgten noch Handläufe und die Ätzteile.

Der Zusammenbau verlief reibungslos und bereitete mir viel Spaß.



 

Die Farbgebung:

Hier kam ein Oliv von Ammo Mig zum Einsatz was sehr gut die damalige Lackierung wieder gibt. Dieses wurde noch durch einen Sandton weiter aufgehellt und nun auf die Bereiche aufgebracht die starker Beanspruchung durch die Sonne ausgesetzt sind. Danach folgte die Detailbemalung mit dem Pinsel.




 

Die Alterung:


Hier kamen verschiedene braune Washings zum Einsatz. Hier sollten auch schöne rostige Stellen zu sehen sein die eine starke Beanspruchung des Fahrzeuges zeigt. Danach wurden diverse Gebrauchsspuren durch Ölfarben aufgetragen. Ein abschießender Filter rundete die Arbeiten ab.

 

Das Diorama:

Ich wollte hier eine kleine fiktive Szene darstellen. Eine Draisine musste kurz halten damit sich der Kommandant erleichtern kann.

Nach dem ausmessen der passenden Größe nahm ich meinen 3d Drucker und druckte mir erst einmal die passenden Schienen aus. Dann lotete ich die Höhen aus und baute mit Styrodur die grobe Geländestruktur. Eine Umrandung aus Balsaholz wurde auch hinzugefügt.



Jetzt wurden die Schienen eingeklebt und abschließend eingeschottert. Hier nahm ich einfach Sand und siebte mir die passende Körnung heraus.

Danach wurde alles mit Vogelsand, Chinchilla Sand und Heilerde bedeckt und so die Bodenstruktur gefertigt.



Jetzt baute ich aus Balsaholz noch ein passendes Toilettenhäuschen zurecht und begrünte alles mit 2,5 mm Statischem Gras. Nach dem Trocknen wurde Dieser noch mit verschiedenen Grün und Brauntönen eingefärbt um realistischer zu wirken. Ein paar Büsche und Gestrüpp wurden ebenfalls noch verteilt.

Nach Abschluss aller Arbeiten bekam das Diorama einen feinen Nebel aus Tamiya Buff und noch ein Sockelschild aus dem 3d Drucker.




Die Figuren:

Hier wollte ich es ganz spartanisch bei einer Figur belassen. In meinem Fundus befinden sich noch einige Weichplastikfiguren die ihr Dasein in Kartons fristen. Hier erinnerte ich mich noch an einen Satz ‘‘Sowjetische Infanterie‘‘ von Revell. Hier entnahm ich den Offizier und bemalte ihn mit Acrylfarben in der gewohnten Layertechnik. Nach einem Washing und Drybrushing wurde die Figur mit Mattlack versiegelt und fand ihren Weg aufs Diorama.





Fazit:

Ein tolles Projekt was mir sehr viel Spass bereitete. Der Bausatz ist zwar nicht mehr der Jüngste doch mit etwas Eigenleistung lässt sich doch ein tolles und selteneres Schienenfahrzeug darstellen.



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